Roccalbegna




Roccalbegna: Siena in Kleinformat oder die Stadt von Künstlerhand

Die Geschichte berichtet von einem sicheren Ereignis: Ein Privileg von Ludwig
dem Frommen bestätigt, dass im Jahre des Herrn 817 an der “Fonte del Fabbro”, dort
wo die Bergstraße zum Fluss hinunterführt, die Cella Sancti Miniati mit Gebäuden für die Unterkünfte der Mönche, für die Aufnahme der Pilger, für die Aufbewahrung der Landfrüchte und mit einer dem Hl. Minias geweihten Kapelle existierte. Diese Präsenz war für die Entwicklung
des zukünftigen Dorfs wesentlich. Die Aldobrandeschi verwandelten das
alte Schäferdorf unter dem Felsen der Schanze in eine befestigte
Schlossanlage mit Stadtmauern
und Toren: An den “Rocca dei
Signori” genannten
Felsen gedrückt der
“Poggiolo” und die
“Balza”, der erste
Ortskern, mit der
Pfarre des
Hl. Johannes, dem
jetzigen
Kreuzoratorium,
dem Friedhof, dem
Gemeindehaus, dem
Gericht, dem Krankenhaus
oder dem “Palazzaccio”, dem Tuchhaus, dem
Backofen, dem Wirtshaus und den armseligen Häusern der
Schäfer und Bauern. Auf der Pietra wurde eine kleine Festung
errichtet. Unter dem Namen von Rocca Albigna ging der Ort in
die Geschichte ein (Urkunde aus dem Jahre 1216).
1274 bei der Aufteilung des Lehen in die Grafschaft von
Sovana und in die Grafschaft von S. Fiora fiel “Rocca Albinea”
der “Baronie” von Sovana zu.
Nach 1264 schienen die Herren von Roccalbegna zwischen
der Grafentreue und der Unterwerfung unter die Republik Siena
zu schwanken, die versuchte den Landstrich von Amiata und
der Maremma zu besetzen.
So verkauften, durch Schulden dazu gezwungen, ab 1293 Reinhold
mit seinem Sohn Soarzino, Fazino und Pepe, Vencio und Ugolino III mit ihren Ehefrauen
Necca und Aghina, ihren Vermögensanteil am Schloss von Roccalbegna an Siena.
Man schrieb das Jahr des Herrn 1296: Am 12. Dezember wurde Roccalbegna durch die in der kleinen Festung der Pietra von Matteo di Bonico aufgesetzten Notariatsurkunde Sienisches Schloss. Vielleicht war der Ort von Roccalbegna Teil des ehrgeizigen sienesischen Projekts an Talamone, das Dante durch Sapia verlacht: “……diese unnützen Leute / die auf Talamone hoffen…..” (Fegefeuer, XIII, 151-154). Dies würde auch erklären, warum Siena, nachdem es vom Ort Roccalbegna Besitz ergriffen hatte, sich nicht darauf beschränkte, ein Lager für seine Truppen daraus zu machen, sondern ein würdevolles Städtchen verwirklichen wollte, das auch Reisende aufnehmen konnte, wer weiß, Händler und Bankiers auf ihren Reisen von Siena nach Talamone.
Am 8. April 1296 beschloss der Sienesische Neunerrat die Umwandlung des kleinen Orts in Stadt. Im Gebiet zwischen dem alten Ort und der Pietra wurde ein Netz von Straßen gezogen, die parallel und rechtwinkelig zur Hauptstraße der römischen Anlage verliefen und die beiden Tore verbanden: im Süden das Maremma-Tor, im Volksmund auch als “Porta di Sotto” oder “Porta della Madonna” bekannt und im Norden das Bergtor, einst auch “Porta di Sopra” oder “Porta dell’Abate” genannt. Mittelpunkt der städtebaulichen Gestaltung war die Hauptkirche der Hl. Peter und Paul mit einem schönen Portal und einem kurzen Kirchturm. Es waren auch Mühlen, Backöfen, eine öffentliche Zisterne ... vorgesehen. So entstand ein Städtchen mit einem wegen seiner schmucklosen und essentiellen Struktur typisch mittelalterlichen Stadtbild: Treppen und Rippen führen an den Hängen hoch und unterbrechen die Reihenhäuser. „Balzali“ und Bögen beleben das Straßenbild, Wachtürme und Stadtmauern tauchen plötzlich auf. In Roccalbegna ist die Zeit im Mittelalter stehen geblieben. 1455 wurden die Befestigungsanlagen von den Sienesen erneuert, aber dies hielt den Rückwärtstrend der Region nur teilweise auf. Mit der Niederlage der Republik Siena fiel Roccalbegna Mitte des 16. Jahrhunderts an das von Cosimo I dei Medici regierte Großherzogtum, aber schon 1560 wurde es dem Kardinal Antonio Sforza zu Lehen gegeben.
Es blieb bis 1751 großherzögliches Lehen.

Im oberen Tal des Flusses Albegna, in einer Mittelgebirgsregion von seltener Schönheit und an den Südhängen des Monte Labro, liegt der Ort Roccalbegna, der eine besondere topographische Position einnimmt, die auf einen “Blick” wahrnehmbar ist. Das mittelalterliche Aussehen des Orts wird durch die“Pietra” gekennzeichnet und qualifiziert, ein natürlicher, felsiger Wachturm, auf dem Raubvögel nisten und von dessen Spitze ein Panoramablick auf die gesamte Ortschaft möglich ist. Die Wohnhäuser sind zwischen dem “Sasso” und der “Rocca”, die andere Felsenanhöhe, aus dem die Ruinen der von den Aldobrandeschi errichteten Befestigungsanlagen und der Sienesischen Schanze emporragen, eingezwängt. Im Kunstbereich hat der Ort nicht nur absoluten Vorrang in diesem Teil der Provinz Grosseto, sondern er ist als einer der wichtigsten Zentren der gesamten Toskana anzusehen. Die Kunstwerke in Roccalbegna gehören größtenteils zur mittelalterlichen bzw. zur sienesischen Kunst. Die Hauptkirche der Hl. Peter und Paul geht auf das 13. Jahrhundert zurück, wurde im romanischen Stil erbaut und besitzt ein Altarbild, das zu den bedeutendsten Meisterwerken des Ambrogio Lorenzetti zählt. Hinzukommen Ölgemälde von Tommè und Salimbeni. Das Portal der Hauptkirche ist der interessanteste Teil.

Der beachtlich nach rechts geneigte Architrav ist ein Zeichen für ein Nachgeben, welches das Gebäude auf dieser Seite nur wenige Jahrhunderte nach seiner Errichtung erfuhr.
Vanaf de top van de Pietra heeft u uitzicht over het gehele stadje: de smalle huisje gelegen tussen de sasso en de rocca, een andere rotsachtige heuvel met de Cassero senese en ruïnes van de door de Aldobrandeschi gemaakte fortificaties.
Op het gebied van de kunst is het stadje niet alleen vooraanstaand in dit deel van de provincie Grosseto, maar het wordt ook gezien als een van de meest belangrijke centra van Toscane; haar kunstwerken maakten deel uit van de Middeleeuwse en Siënese beschaving.

Von beachtlicher historischer Bedeutung ist eine Standarte aus dem Jahre 1799 der Banden der “Viva Maria”, die sich der französischen Besatzung infolge der Revolution widersetzten. Die aus Roccalbegna trägt die gestickte Aufschrift “Roccalbegna der Viva Maria und wer sie schuf” und ist Zeuge dafür, dass sich die Bevölkerung gegen den nächsten unbekannten Herrn auflehnte, der im Namen des Verstands und des Rechts raubte, massakrierte und verlangte, auch den Glauben aufzugeben, einziger Reichtum der armen Bauern, Schäfer und Bergbewohner.

Van historisch belang is een vaandel uit 1799 van de verzetsgroepen van de „Viva Maria“ die opstonden tegen de Franse overheersing die volgde op de Revolutie. Op het vaandel van Roccalbegna staat geborduurd “Roccalbegna di’ Viva Maria e chi la creò” (Roccalbegna van Viva Maria en degene die haar heeft geschapen), bewijs dat het volk in opstand kwam tegen de zoveelste onbekende overheerser die uit naam van het “recht” stal, moorde en zich voornam ook het geloof uit te wissen, de enige rijkdom van de arme boeren, herders en bergbewoners.

De kunst keert terug in Roccalbegna
Op het plein van de Chiesa Maggiore is elke zomer de kleurrijke bottega d’arte (kunstmarkt) van Angelo Buscema, een ontmoetingsplek voor iedereen die in de schilderkunst is geïnteresseerd. Vandaag de dag bevat de Biblioteca Comunale di Roccalbegna (gemeentelijke bibliotheek in het Palazzo dell’Orologio) een collectie van “Ex - Libris” gemaakt met de diverse technieken van de grafische kunst: etsen, houtsnijkunst, litografie, ponstechniek, linoleum snijden... In 1997 werd door de 101 deelnemers aan het “Concorso Internazionale per l’Ex - Libris Pro Loco di Roccalbegna” (internationaal concours) van wel 22 verschillende nationaliteiten, op miraculeuze wijze de natuur, de cultuur en de "spirit" van het onbekende Middeleeuwse stadje geïnterpreteerd. Dit eerbewijs aan Roccalbegna is te danken aan advocaat de heer Luigi Bardi die als voorzitter van de Associazione Italiana Ex Libiris, A.I.E., het internationale concours aan haar heeft gewijd. Hij heeft tentoonstellingen georganiseerd en hij heeft de collectie in de gemeentelijke bibliotheek mogelijk gemaakt. Binnenkort zullen de torricelli, eens militaire torens, de bewakers worden van de Ex - Libris.

Antica Locanda "La Pietra" di Paderno Giancarlo Albergo - Ristorante
Via XXIV Maggio, n.69/b - 58053 Roccalbegna (GR) Toscana - ITALIA
Tel. e Fax 0564.989019Cell. 349.7596210E-mail: info@locandalapietra.it© 2007